Lebensbilde

LebensBilder
Leben und Subjektivität als Gegenstand neuerer Ansätze in den Gender Studies

Am 15./16./17. Januar 2004 fand die erste Tagung des Braunschweiger Zentrums für Gender Studies statt. Die Tagung wird von allen Beteiligten als sehr produktiv eingeschätzt, was auf weitere Tagungen des Zentrums hoffen lässt. Eine Publikation zur Dokumentation der Tagung ist in Planung.

Sie können alle Abstracts der Tagungsbeiträge sowie Kurzbiographien der Referentinnen hier downloaden (im pfd-Format). Auch einige Fotos der Tagung sind online. In der Braunschweiger Zeitung vom 22.01. gab es einen Artikel zur Tagung "Lebensbilder vom Verhältnis der Geschlechter".


LebensBilder, Momentaufnahme (Foto: Veronika Werner)

Frühere Tagungsankündigung und Beschreibung:

Ziel dieser Tagung ist es, ein für die Kultur der Moderne zentrales Phänomen in interdisziplinärer Perspektive aufzuhellen: Das Leben einzelner Menschen.

Biographien waren und sind ein traditionsreicher Gegenstand zahlreicher akademischer Disziplinen, etwa der Geschichte, der Psychologie, der Sozialwissenschaften, der Geschichte der Naturwissenschaften und der Kunstgeschichte.
Das individuelle Leben und die individuelle Lebensgeschichte bieten sich in den genannten Disziplinen als „natürlicher“ Focus, als scheinbar leicht zu identifizierender Gegenstand der Forschung an. Dabei gehören die der biographischen Forschung zugrunde liegenden Vorannahmen mittlerweile zu den umstrittensten in den neueren Kulturwissenschaften.

Die Tagung wird im wesentlichen zwei Spannungsfelder aufgreifen: Das erste Spannungsfeld ergibt sich aus der Notwendigkeit einer reflexiven Differenzierung von Künstler/ Wissenschaftler/innen-Identität, die jedoch in Kontrast gerät zum Bedarf nach einer produktiven Umsetzung gelebten Frauen-Lebens in Empowerment und Veränderung der bestehenden Geschlechterverhältnisse. Das zweite Spannungsfeld entsteht durch ein Ernstnehmen der künstlerischen/wissenschaftlerischen Biographie und persona auf der einen und der Notwendigkeit ihrer reflexiven Dezentrierung auf der anderen Seite.

Die Tagung wird den Versuch wagen, über unterschiedliche methodologische Ansätze hinweg die genannten Perspektiven miteinander und gegeneinander arbeiten zu lassen. Anstatt ausschließlich allgemeiner theoretischer Überlegungen – etwa zum Subjektbegriff oder zur Biographie – oder ausschließlich konkreter Biographieforschung und biographischer Forschung, sollen die Perspektiven im interdisziplinären Raum diskutiert werden.

Referentinnen:

Sabine Brombach u. Claudia Schünemann (Braunschweig) // Beate Ceranski (Stuttgart) // Bettina Dausien (Bielefeld) // Erika Funk-Hennigs (Braunschweig) // Ute Frietsch (Berlin) // 17:45-18:45 Uhr Bettina Gockel (Tübingen/Berlin) // Regina Henze (Braunschweig) // Sabine Kampmann (Braunschweig) // Alma-Elisa Kittner: (Berlin) // Ursula Link-Heer (Wuppertal) // Anke te Heesen (Stuttgart/Berlin) // Renate Tobies (Kaiserslautern/ Braunschweig) // Bettina Wahrig (Braunschweig)

Hier finden Sie:

Wie Sie zur Tagung finden, können Sie hier nachlesen: Anreisebesschreibung.

Weitere Bestandteile der Tagung sind ein musikalischer Vortragsabend zum Thema mit der Pianistin Heidi Kommerell, die Filmvorführung von "Conceiving Ada - Leidenschaftliche Berechnung" (Lyn Hershman-Leeson) sowie die Ausstellung "Wo ist Minerva? Lebenswege erfolgreicher Frauen". Die Wanderausstellung, die unter Leitung von Prof. Regina Henze an der HBK Braunschweig im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft un Kultur erstellt wurde, wird vom 05. bis 24. Januar 2004 an der TU Braunschweig gezeigt. Organisator ist das Gleichstellungsbüro der TU. Sowohl zum musikalischen Vortragsabend während der Tagung als auch zum Besuch der Ausstellung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Durch dieses Begleitprogramm (moderierter Liederabend, Film und Ausstellung) werden künstlerische Zugänge des Arbeitens mit Biographien aufgezeigt.

Tagungskonzept: Prof. Dr. Bettina Wahrig (TU Braunschweig), Prof. Dr. Sabine Brombach (FH Braunschweig/Wolfenbüttel), Stephanie Zuber (Braunschweiger Zentrum für Gender Studies) u.a.

Veranstaltungsort(e): TU Braunschweig

Anmeldung: Eine Anmeldung ist spätestens bis zum 06. Januar 2004 erbeten. Bitte nutzen Sie hierfür den vorgehesenen Anmeldecoupon, der im Download der Tagungsinformationen enthalten ist.

Kosten: Die Unkostenbeitrag für die Tagung beläuft sich auf 30 Euro, bei Teilnahme an nur ein oder zwei Tagen sowie für Studentinnen ist er reduziert (siehe Anmeldecoupon)

Zielgruppe der Tagung sind WissenschaftlerInnen der Braunschweiger Hochschulen sowie ein bundesweites und internationales Fachpublikum. Ferner werden insbesondere interessierte StudentInnen aus Braunschweig angesprochen.

Die Tagung wird gefördert durch: Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen.