Publikationsreihe

Auf dieser Seite zur Publikationsreihe "Wissenschaftlerinnen im Blick" finden Sie:

Ulrike Vogel (Hrsg.): Was ist männlich - was ist weiblich? Aktuelles zur Geschlechterforschung in den Sozialwissenschaften, Bielefeld 2005

Trotz aller Erkenntnisse der Frauen- und Geschlechterforschung halten sich im Alltagsbewusstsein – bis in die Wissenschaft hinein – hartnäckig Eigenschaftszuschreibungen für Frauen und Männer, die letztlich gängige Geschlechterklischees bestätigen.
Um Studierenden, aber auch allen übrigen Interessierten den aktuellen Stand sozialwissenschaftlicher Erkenntnis zur Unterscheidung "was ist weiblich, was ist männlich" zu vermitteln, kommen in den Beiträgen dieses Bandes acht Repräsentantinnen der deutschsprachigen Frauen- und Geschlechterforschung in den Sozialwissenschaften zu Wort.

Carol Hagemann-White, Angelika Wetterer und Regine Gildemeister beziehen sich vor allem auf die Entstehung von Geschlechter-Unterschieden in Interaktionen, Regina Becker-Schmidt und Gudrun-Axeli Knapp auf die Auswirkungen gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse auf Geschlechter-Ungleichheiten und Beate Krais sowie Margareta Steinrücke auf die Konzeptionen Bourdieus zu Ungleichheiten auch unter den Geschlechtern. Sigrid Metz-Götzel beschäftigt sich mit Möglichkeiten der Rekrutierung weiblicher Eliten.
Das Buch bietet einen Zugang zu Erkenntnissen über Gleichheiten und Ungleichheiten unter den Geschlechtern und durch die zahlreichen Literaturhinweise Möglichkeiten zur weiteren Vertiefung.

Die Kurzinfo zum Buch mit Bestellschein können Sie hier im pdf-Format herunterladen. Oder Sie lesen alle Angaben zum Buch direkt beim Kleine Verlag nach (dort können Sie das Buch auch direkt Bestellen).


Brigitte Doetsch (Hrsg.): Philosophinnen im Dritten Jahrtausend. Ein Einblick in aktuelle Forschungsfelder, Bielefeld 2004

Das kleinste Gewicht kann, ans Ende
eines Hebels gerückt, einer beliebig großen Masse
das Gleichgewicht halten, es handelt sich nur darum,
die Gleichheit zwischen den virtuellen Kräften herzustellen.
Dieselbe Sache wiederholt sich in der Gesellschaft
Sophie Germain, Mathematikerin und Philosophin (1776-1831)

Die Beiträge von Philosophinnen im dritten Jahrtausend zeigen einmal mehr das Potenzial qualifizierter, professioneller Wissenschaftlerinnen auf und geben einen Einblick in ihre aktuellen Forschungsfelder und vielfältigen interdisziplinären Ansätze, die einen Bogen spannen von der Erforschung der Philosophinnengeschichte, der Politischen Philosophie, der Wissenschafts- & Technikforschung, der Naturphilosophie, der Epistemologie und der Forschung zu Biopolitiken und Geschlechterverhältnissen.

Aus dem Inhalt:
Ruth Hagengruber versucht eine Neuorientierung im Verhältnis von Philosophie, Wissenschaft und Feminismus vorzunehmen. Aktuelle Perspektiven eröffnet Herta Nagl-Docekal in der feministischen Philosophie. Wie in einem Schattenbild führt Teresa Orozco in ihrem Beitrag Der totale Staat aus Schwäche. Männlichkeitskonstruktionen im Denken Carl Schmitts vor, wie particular Subjektivitäts- und Gemeinschaftskonzepte konzipiert sind, die auf dem patriarchalen Mythos aufbauen. Brigitte Rauschenbach durchbricht in Wenn Sokrates eine Frau gewesen wäre... Denken an der Grenze des Undenkbaren wenigstens intellektuell die Grenzen kultureller Normativität. Um Natur und Kultur geht es auch in Beiträgen von Jutta Weber, Susanne Lettow und Elisabeth List. Ist das Natürliche noch eine relevante Grundlage der Wissenschaft? Jutta Weber plädiert in Hybride. Technologien. Technowissenschaftsforschung als transdisziplinäre Übersetzungspolitik dafür, die Relation von Körper und Identität radikal umzuschreiben. Das Dispositiv der Bioethik. Elemente einer feministischen Kritik von Susanne Lettow durchleuchtet die strukturellen Ausblendungen der Bioethik. Elisabeth List widmet sich mit Grenzen der Erkennbarkeit. Thesen zur Epistemologie des Lebendigen den spezifischen Organisationsformen von Lebensprozessen.

Brigitte Doetsch (Hrsg.): Philosophinnen im Dritten Jahrtausend. Ein Einblick in aktuelle Forschungsfelder, Bielefeld 2004. Lesen Sie die Kurzinfo zum Buch als pdf. Oder Sie lesen alle Angaben zum Buch direkt beim Kleine Verlag (dort können Sie das Buch auch direkt Bestellen).

Wender, Ingeborg (Hrsg.): Psychologinnen als Grenzgängerinnen im Fokus Geschlecht, Bielefeld 2006

Zwar haben Frauen sich längst mit ihrer Kompetenz erfolgreich in der akademischen Wissenschaft, insbesondere auch im Fach Psychologie integriert, aber die höheren Positionen bleiben ihnen nach wie vor größtenteils versperrt. Somit bedarf es auch heute noch der Herausstellung von Wissenschaftlerinnen, um sie in den Blick der Achtsamkeit zu nehmen und zu ihrer höheren Akzeptanz in der "science community" beizutragen.

Im vorliegenden Band stehen Psychologinnen mit ihren sehr verschiedenen Forschungsthemen, die durch die Klammer Geschlecht zusammengebunden werden, im Blickpunkt.

psychologinnen

Die Beiträge zeichnen sich durch einen interdisziplinären Zuschnitt aus, der unterschiedliche Grenzgebiete der Psychologie berührt. Die bearbeiteten Themen umfassen ein breites Spektrum: Mädchen und Technik, Hochbegabung, Koedukation, Einstellungen zum Körper, Mobilität und Kriminalität. Der letzte Beitrag des Bandes beschäftigt sich mit der Lage der Frauen im Fach Psychologie. Autorinnen sind Bettina Hannover, Aiga Stapf, Brigitte Rollett, Dorothee Alfermann, Antje Flade, Elisabeth Müller-Luckmann und Ingeborg Wender. Der jeweilige berufliche Werdegang wird ausführlich vorgestellt.

Ingeborg Wender (Hrsg.): Psychologinnen als Grenzgängerinnen im Fokus Geschlecht, Bielefeld 2006. Sie können auch alle Angaben zum Buch direkt beim Kleine Verlag lesen (dort können Sie das Buch auch direkt Bestellen).

Publikationsreihe „Wissenschaftlerinnen im Blick“

Bei der Publikationsreihe „Wissenschaftlerinnen im Blick“ ist das Braunschweiger Zentrum für Gender Studies Kooperationspartner; die Initiative zur Reihe fällt jedoch in die Zeit vor Gründung des Zentrum.

Im Wintersemester 2002/2003 organisierte das Gleichstellungsbüro der Technischen Universität Braunschweig (Brigitte Doetsch) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar (Prof. Dr. Dr. Scheyer), dem Institut für Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Ulrike Vogel) und der Abteilung Geschichte der Naturwissenschaften (Prof. Dr. Bettina Wahrig) eine interdisziplinäre Vortragsreihe mit dem Titel Philosophinnen im 3. Jahrtausend: Neun ausgewiesene Wissenschaftlerinnen, die mit interdisziplinären Forschungsansätzen im Fach Philosophie arbeiten und Frauen- und Geschlechterforschung betreiben, haben Ergebnisse ihrer Arbeit präsentiert. Diese „Philosophinnenreihe“ ist für das Gleichstellungsbüro der TU Impuls gewesen, ein Projektkonzept zu entwickeln, bestehend aus Vortragsreihe im Wintersemester, vertiefendem Seminar im Sommersemester und schließlich Publikation der Vorträge, um auch in weiteren Disziplinen Wissenschaftlerinnen einmal mehr eine Plattform zu bieten, sie also sichtbar zu machen.


Bereits durchgeführt und geplant sind folgende Themen:

Für die Publikationsreihe werden die einzelnen Beiträge ausgearbeitet und als jeweiliger Sammelband herausgegeben. Es entstehen so Bände mit grundlegenden Studienmaterialien, denn zum Bereich der Geschlechterforschung z.B. in den Sozialwissenschaften gibt es entweder elaborierte Monographien oder verschiedene Aufsätze und Buchbeiträge, jedoch keinen schnell greifbaren Überblick über den aktuellen Forschungsstand.

Eine Fortführung kann in Disziplinen der beiden anderen am Braunschweiger Zentrum für Gender Studies beteiligten Hochschulen FH und HBK und hochschulübergreifend fortgesetzt werden und damit zur Etablierung von Frauen- und Genderforschung beitragen.

Die Publikationsreihe wird als Beitrag und zur Unterstützung des Zentrums für Gender-Studies der drei Braunschweiger Hochschulen eingebracht werden.