Jungen- und Mädchenwelten


Tagesseminar für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Jungenwelten & Mädchenwelten in Kindertageseinrichtungen und
Grundschulen

Aktuelle Forschungsergebnisse und pädagogische Perspektiven


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Thema

Was lernen Jungen, was lernen Mädchen in Kindertageseinrichtungen und Grundschule? Sie lernen jedenfalls nicht dasselbe – darauf weist nicht zuletzt der schlechte Bildungser­folg vieler Jungen hin, der seit einigen Jahren durch die Presse geht.
Neue Forschungsergebnisse betonen in diesem Zusammenhang die Bedeutung, die Peergruppen im Kindesalter für die individuelle Entwicklung haben. Diese Gruppen sind im Kindesalter weitgehend geschlechtshomogen. Während viele pädagogische Fachkräfte heute möchten, dass Jungen und Mädchen gemeinsam arbeiten und spielen, bleiben diese oft lieber unter sich – was nicht ausschließt, dass es „Spiele an der Grenze“ oder auch handfeste Konflikte zwischen den Geschlechtern gibt.
Die große Bedeutung der geschlechtshomogenen Peergruppen stellt eine Herausforderung sowohl für den koedukativen pädagogischen Alltag als auch für bisherige Konzepte der Mädchen- und Jungenarbeit dar.
Bei dem Tagesseminar werden der aktuelle Stand der Forschung dargestellt und Konsequenzen für die Praxis erörtert. Der Austausch von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus verschiedenen Arbeitsfeldern eröffnet neue Perspektiven sowohl für den Umgang mit Geschlechterthemen im pädagogischen Alltag als auch für gezielte geschlechtsbezogene Angebote.

Das Tagesseminar fand statt im Rahmen des Projektes „Identität und Geschlecht in der Kindheit“ von Dipl. Psych. Tim Rohrmann unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Ingeborg Wender. Der Abschlussbericht des Projektes ist als Veröffentlichung erhältlich.

Programm

9.30

Begrüßung durch Brigitte Doetsch, Gleichstellungsbeauftragte und Projektleiterin des Braunschweiger Zentrum für Gender Studies und Prof. Dr. Ingeborg Wender, Institut für Pädagogische Psychologie

9.45

Eindrücke aus der Praxis

10.15

Zum Phänomen der Geschlechtertrennung im Kindesalter

11.00

Pause

11.15

Funktionen und Folgen der Geschlechtertrennung

12.00

Mittagspause

13.00

Umgang mit den „getrennten Welten“ im pädagogischen Alltag

13.45

Ansätze und Bedeutung geschlechtsgetrennter Arbeitsformen

14.30

Kaffeepause

14.45

Geschlechtertrennung als pädagogische Perspektive?

15.30

Ende

Arbeitsformen: Vortrag, Kleingruppenarbeit, Austausch und Diskussion im Plenum

Referent

Tim Rohrmann, Diplom-Psychologe und Bildungsreferent, arbeitet freiberuflich in Fortbildung und Beratung sowie in Forschungsprojekten zur Entwicklung und Pädagogik im Vor- und Grund- schulalter mit den Schwerpunkten geschlechts- bewusste Pädagogik, Jungensozialisation, Bildung & Bildungsauftrag, Konfliktlernen und Prävention. Zahlreiche Fachveröffentlichungen, u.a. zur geschlechtsbezogenen Arbeit in pädagogischen Einrichtungen. Sie auch: www.wechselspiel-online.de

Zielgruppe

Zeit und Ort

Termin: 20. Februar 2006, 9.30 bis 15.30 Uhr

Ort: TU Braunschweig, Rebenring 58 A, Raum 123 (Wegbeschreibung als pdf-Download hier)

Anmeldung

Es entstehen keine Seminargebühren; ein Unkostenbeitrag von 4 Euro wird für die Verpflegung erhoben. Anmeldungen bitte per Email an Claudia Finkner (Studentische Mitarbeiterin): gender-studies@tu-bs.de

Veranstalter

Neben dem Braunschweiger Zentrum für Gender Studies ist das Institut für Pädagogische Psychologie Veranstalter des Tagesseminars, Ansprechpartnerin dort ist Prof. Dr. Ingeborg Wender (Bültenweg 74/75 / 38106 Braunschweig / www.tu-braunschweig.de/ paed-psych)

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mehr zum Projekt "Identität und Geschlecht in der Kindheit"
mehr zur Publikation "Jungenwelten und Mädchenwelten"
Projektbericht als PDF (Dateigröße: 1.400KB)