Genderliteratur

Neues aus der Genderliteratur:
Buchpräsentationen der Geschlechterforschung

Eine Veranstaltung besonderer Art fand am 18.1.06 in der Bibliothek der Fachhochschule in Braunschweig statt. Unter dem Titel „Neues aus der Genderliteratur“ hatte das Braunschweiger Zentrum für Gender Studies in Kooperation mit der FH-Bibliothek eingeladen, um aktuelle Veröffentlichungen und Ergebnisse der Geschlechterforschung von Wissenschaftlerinnen vorzustellen. Dabei wurde nochmals die gute hochschulübergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung dieses regionalen Projektes deutlich, die zu sehr fruchtbaren Ergebnissen führte.

LebensBilder“, gerade in dieser Woche neu erschienen, war das erste Buch, das von den beiden Herausgeberinnen, Prof. Dr. Sabine Brombach und Prof. Dr. Bettina Wahrig präsentiert wurde. Die Beiträge dieses Sammelbandes fassen die Ergebnisse einer gleichnamigen Tagung zusammen, in der Biographieforschung aus interdisziplinärer Sicht bearbeitet wurde. Prof. Dr. Ulrike Vogel stellte ihr Buch „Was ist weiblich – was ist männlich?“ vor, in dem sozialwissenschaftliche Beiträge einen guten Einstieg in das Thema geben. „Psychologinnen als Grenzgängerinnen im Fokus von Geschlecht“ wurde von Prof. Dr. Ingeborg Wender herausgegeben und beleuchtet die Situation von Wissenschaftlerinnen dieses Fachgebietes. Schließlich stellte Brigitte Doetsch als Mitherausgeberin noch den Band „Der Zeit einen Schritt voraus – gender konsequent“ vor, der ebenfalls die Ergebnisse einer Tagung mit gleichem Titel und integriertem Gender Training dokumentiert.


Bettina Wahrig (l) und Sabine Brombach (r) präsentieren die "LebensBilder"

Dabei stellen die vier präsentierten Bücher, die alle neu erschienen sind, nur eine Auswahl der Literatur zur Geschlechterforschung dar, die an den drei Braunschweiger Hochschulen publiziert wurden; derzeit werden viele spannende Themen rund um die Frauen- und Geschlechterforschung wissenschaftlich aufgegriffen und finden immer mehr Verbreitung.


Sabine Brombach (l) und Stephanie Zuber (m) vom Zentrum übergeben Nadja Ziegler (r) von der FH-Bibliothek Bücher

Diese Ergebnisse und die dort tätigen Wissenschaftlerinnen auch in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, war das Ziel dieser Veranstaltung. Um das Angebot und die Auswahl dieser Literatur an der FH-Bibliothek noch zu vergrößern, wurden vom Braunschweiger Zentrum für Gender Studies 18 Bücher als Spende zum dauerhaften Verbleib übergeben. Aufgrund knapper Kassen ist es Hochschulbibliotheken nicht immer möglich, umfassende Bücherbestände zu allen wichtigen Themen anzuschaffen – für den Bereich der Geschlechterforschung konnte also hier eine Lücke verkleinert werden. Um auch zukünftig die Studierenden in die Auseinandersetzung mit aktueller Literatur mit einzubeziehen, sind Wunsch-Zettel ausgelegt worden, auf denen Vorschläge für Bücheranschaffungen ans Zentrum geschickt werden können.

(Text von Renate Gehrke)

alte Einladung zur Veranstaltung als pdf
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